Einführung

Kursinhalt
Einführung

 

Gerade am Anfang wirken Kommentare oft befremdlich. Monographien sehen aus wie „normale“ Bücher, Fachzeitschriften erinnern zumindest entfernt an andere Zeitschriften, die man schon mal in der Hand hatte. Aber ein Kommentar? Der wirkt vom Format, vom Gewicht und von der Handhabung erstmal ziemlich einschüchternd.

Das fängt schon beim Inhaltsverzeichnis an: Es ist nicht nach Themen geordnet, sondern folgt strikt dem Aufbau des Gesetzes. Dazu kommt das Layout – eng bedruckte Seiten, hauchdünnes Papier, dicke Bände. Auf den ersten Blick wirkt das ziemlich überwältigend. Und selbst wenn man sich an den Text wagt, stolpert man über Abkürzungen, Zitate und Querverweise, die man erst nach und nach zu „lesen lernt“.

Damit der Einstieg leichter fällt, schauen wir uns an, wie Kommentare grundsätzlich aufgebaut sind, welche unterschiedlichen Formen es gibt und wie sie aktualisiert werden. Dann betrachten wir ihre Funktion: Was machen Kommentare eigentlich für die juristische Arbeit so wichtig? Außerdem werfen wir einen Blick darauf, wie sich die Strukturen des juristischen Diskurses in ihnen abbilden – und schließlich auch auf die Kritik, die es an dieser Literaturgattung gibt.